Die Feinheiten machen es

Abschlag“ stellt die Schlägertrends 2014 vor – Verstellbare Driver und Putter mit Zielorientierung

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Das Thema „Länge“ schürt das Feuer, in dem die neuen Schläger für Abschlag und Fairway für 2014  geschmiedet werden. Oft sind es erst die Feinheiten und Weiterentwicklungen, die einen vorangegangenen Schritt als richtig bestätigen.

Driver in mehreren Achsen verstellbar
Justierbare Driver – Spielerei oder Trend, fragte man sich vor zweieinhalb Jahren, als die ersten verstellbaren Abschlaghölzer die Aufmerksamkeit auf sich zogen. So ganz ist die Frage nicht geklärt, Tatsache aber ist, dass man bei verstellbaren Drivern die nächste Entwicklungsstufe erreicht hat: Verstellbarkeit in mehreren Achsen, statt nur in einer. Konnte man bislang in erster Linie den Schlägerkopf nach rechts oder links drehen und die Schlagfläche öffnen oder schließen, so ist jetzt auch eine Anpassung der Neigung der Schlagfläche (Loft) und des Lagewinkels zum Boden (Lie) möglich.

Die Hersteller bieten verschiedene Lösungen über spezielle Gewinde an. Die Möglichkeiten reichen bis hin zur Schaftverlängerung über ein einsetzbares Zwischenstück. Ausgeklügelt ist ein System, bei dem der Schaft in der Position nicht verändert wird. Auf diese Weise bleibt das gewohnte Schlaggefühl erhalten, während über eine speziell geformte Innenhülse Loft, Lie und Schlagflächenposition angepasst werden, um die Flugkurve gezielt in Richtung Draw oder Fade zu shapen.

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Spin-Kontrolle, ein Thema, das man von Wedges kennt (viel Backspin für schnelles Stoppen) wird mit umgekehrten Vorzeichen von Driver-Konstrukteuren verfolgt. Über hochentwickelte Softwareprogramme werden Schlägerkopf-Designs gefunden, die möglichst wenig Spin generieren, um eine geradere Flugbahn und ein längeres Ausrollen zu erreichen.

Multimaterialschläger im Kommen
Bei Eisen wird man 2014 Schläger sehen, die in der Fehlerverzeihung noch effektiver sind, dabei optisch aber nicht klobig. Der gezielte Einsatz von verschiedenen Kunststoffen in Kombination mit Stahl und Stahllegierungen ermöglicht es, sich im Schlägerdesign an neue Grenzen heranzutasten und spielunterstützende Schläger-Geometrien – sportlich, modern, elegant – zu präsentieren. Hauchdünne Schlagflächen, Elastomere zur Verstärkung, filigran und aufwendig konstruierte Multimaterial-Schlägerrücken prägen die Optik. Der Kunststoffanteil in verschiedenen Stellen der Schlägerköpfe hat weiterhin zugenommen.  Daher kann bei gleichem oder sogar geringerem Schlägerkopfgewicht eine in der Relation höhere Gewichtsverteilung an den Schlägerblattrand und in die Sohle erzielt werden. Daraus resultiert in der Praxis ein leichteres Treffen mit weniger Aufwand – die Schläger liefern gute Flugweiten selbst bei nicht mittig getroffenen Bällen.

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Nahtlose Übergänge
Im Segment „spielunterstützende Schläger“ gewinnen Combo- und Transition-Sätze, in denen die niedrigen Eisen (4 und 5) und teils auch die mittleren Eisen (6 und 7) von vornherein durch Hybridschläger ersetzt sind, weiter an Boden. Vorteil dieser Schlägersätze ist der nahtlose Übergang von Eisen zu Hölzern. Dieser ist nicht nur optisch, sondern zeigt sich auch in kontinuierlichen Längenschritten von Schläger zu Schläger. Tatsächlich erzielen nämlich viele Spieler mit ihren langen Eisen oft nur flache Flugkurven, die den Ball zwar rollen lassen, aber keine Flugdistanz und somit keine Hindernisse überwinden können. Designbedingt generieren demgegenüber die Hybridschläger (durch den weiter hinten liegenden Schwerpunkt) einen höheren Ballstart und eine effektiv längere Flugkurve. Schlägersätze mit bereits integrierten Hybridschlägern haben gegenüber zusätzlich erworbenen den Vorteil, dass von vornherein alle Schläger in Schaftlänge, Griff, Gewicht,  Loft und Lie aufeinander abgestimmt sind.

Putter mit Zielorientierung
Putter entwickeln im Absatz auf dem Golfmarkt eine Eigendynamik, vergleichbar der von Drivern. Der Trend geht dabei klar zu höherwertigen gefrästen Modellen aus Edelstahl oder auch aus Aluminium aus dem Flugzeugbau. Was die Formgebung angeht, haben moderne High-MOI-Putter einen festen Platz neben klassischen Blades und Mallets, und die neuen Modelle für 2014 decken alle Bereiche ab.

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©Fotos: Golf Europe