Mit dem Slingtrainer die Defizite beseitigen

Hannspeter Meier und Marc Fuhrmann vom Rehazentrum Valznerweiher
und ihre Tipps für ein schmerzfreies Golfen

Sling1aIm Frühjahr 2009 werde auf dem Golfplatz Habsberg das „REHAPE medical golf institute“ eröffnet. Neben Hannspeter „Hape“ Meier, dem Chef des Rehazentrums Valznerweiher, nimmt sein Mitarbeiter Marc Fuhrmann, ebenso Sportphysiotherapeut und Golftherapeut, die Betreuung der interessierten Golfer in Angriff.

In enger Zusammenarbeit mit dem Rehazentrum Valznerweiher sollen spezielle Befunderhebungen, Beweglichkeits- und Koordinationstests zu einem individuellen Programm für Golfer zusammengestellt werden. Gerade im Bereich Ausdauer und Koordination sind die meisten Defizite zu finden, allerdings auch leicht auszugleichen, wenn der Golfer dazu bereit ist.

„Aus meiner Erfahrung in der Ausbildung von Golflehrern und Betreuung von nationalen und internationalen Golfprofessionals, war die Verbindung von Pro, Golfclub und Golfspieler im Punkt Gesundheit und Medizin unumgänglich“, so Meier. „Ein kompetentes Team aus Medizinern, Physiotherapeuten, Diplomsportlehrern, Trainern, Diplom-Golflehrern, mit modernen Analysen, Diagnostik und Interpretation ist notwendig, um neuartige Konzepte im Bereich Golf und Gesundheit zu etablieren.“

Über 80 Prozent der Golfverletzungen sind Überlastungsprobleme. Eine Studie belegt zudem, dass ca. 25 Prozent der Golfer wegen Verletzungen zwischen ein und sechs Monaten pro Jahr nicht spielen können. Diese Zahl gilt es zu reduzieren und auch die zur Gewohnheit gewordene Einnahme von Schmerzmedikamenten vor der Golfrunde zu minimieren.

Hängen Sie sich in den Schlingtrainer mit festem Griff. Der Rücken ist gerade und stabilisiert. Wie ein Brett ziehen Sie sich nach oben und beugen die Ellenbogen. Langsam nach oben ziehen und noch langsamer ablassen – 3 bis 6 Wiederholungen.

Hängen Sie sich in den Schlingtrainer mit festem Griff. Der Rücken ist gerade und stabilisiert. Wie ein Brett ziehen Sie sich nach oben und beugen die Ellenbogen.
Langsam nach oben ziehen und noch langsamer ablassen – 3 bis 6 Wiederholungen.

„Die Tennisspieler bringen doch ihre Rückenprobleme schon mit zum Golfen und dann ist das Golfen auf einmal schlecht für den Rücken“, sagt Meier weiter. „Wenn die Golfspieler erkennen, dass der gut vorbereitete Körper Erfolg versprechender ist als der teuerste Driver, dann haben wir gewonnen.“

Dazu wollen die beiden Therapeuten ihren Teil beitragen. Mit sportspezifischen Untersuchungen und Befunden werden Therapie und Training angeboten. In enger Zusammenarbeit mit dem Rehazentrum Valznerweiher sollen vor allem Trainings- und Stabilisationsprogramme angeboten werden. Jeder Golfer erhält seinen individuellen Plan mit Übungen und Dosierung. Gerade in den Monaten, wenn das Wetter schlechter wird, kann man die Grundlagen für die nächste Saison legen.

Die Tests und die Behandlungen können am Habsberg durchgeführt werden, wo die beiden Golftherapeuten in Absprache Termine anbieten. Zusammen mit Head-Pro David Blakeman haben sie eine Broschüre erstellt, wie sich der Golfer vor dem Training oder der Runde erwärmen und mit einigen Koordinations- und Stabilisationsübungen vorbereiten kann.

„ Gesund erfolgreich Golfen – mehr Freude am Spiel – ohne Schmerzen“ soll eine Anleitung sein und helfen, den Golfer auch physisch zu verbessern. Dazu gehört neben der allgemeinen Fitness auch ein Stabilisationsprogramm für die Gelenke, vor allem für die Wirbelsäule. „Nur ein starker Rumpf macht einen leistungsfähigen Sportler“. So oder ähnlich lauten die Vorgaben im Kraft- und Koordinationstraining. Gerade diese beiden motorischen Grundeigenschaften sind neben der Ausdauer die Parameter, die die Runde gut oder weniger gut ausfallen lassen.

Greifen Sie die Schlaufen fest um das Handgelenk gewickelt. Hängen Sie sich langsam nach hinten ab. Der Rücken ist gerade und der Nabel wieder leicht eingezogen. Ziehen sie sich langsam mit gestreckten Armen „in die Schultern“ und ziehen die Schulterblätter zusammen. Spüren Sie eine intensive Spannung zwischen den Schulterblättern und im gesamten Rücken. Zur Steigerung gerne ein Bein abheben. Gerader Rücken – ca. 20 Sekunden, 3 bis 5 Wiederholungen.

Greifen Sie die Schlaufen fest um das Handgelenk gewickelt. Hängen Sie sich langsam nach hinten ab. Der Rücken ist gerade und der Nabel wieder leicht eingezogen. Ziehen sie sich langsam mit gestreckten Armen „in die Schultern“ und ziehen die Schulterblätter zusammen. Spüren Sie eine intensive Spannung zwischen den Schulterblättern und im gesamten Rücken. Zur Steigerung gerne ein Bein abheben. Gerader Rücken – ca. 20 Sekunden, 3 bis 5 Wiederholungen.

Im Leistungssport hat der „Slingtrainer“, ein Seilsystem, das leicht zu befestigen ist, schon länger Einzug gehalten. An den Driving Ranges des Jura Golf Parks am Habsberg wurden im Frühjahr 2009 mehrere Slingtrainer und Bildtafeln mit Aufwärmübungen angebracht. „Wichtig ist dabei, dass die Übungen nicht schmerzen dürfen, das sie langsam und kontrolliert durchgeführt werden und der Rumpf bewusst stabilisiert gehalten wird. Wir möchten Ihnen helfen gesund und fit zu werden oder zu bleiben“, gibt Hape Meier den Golfern mit auf den Weg.

„BOA“ zeigt in Zusammenarbeit mit Hape Meier einige Übungen, die sowohl die Gelenke, als auch die Muskulatur durch Mobilisation, Koordination und Stabilisation vorbereiten.

©Fotos: Hannspeter Meier

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